Marburgs Elan schlägt Löhnbergs Routine

Das Spieljahr 2017/2018 ist beendet. Löhnbergs Männer belegen in der Bezirksliga Gießen/Marburg einen ehrenvollen 4.Rang. Damit hat man mit Auf- oder Abstieg nichts zu tun und kann sich auf die Sommersaison auf den Beachfeldern vorbereiten. Im September will der TuS Löhnberg an der Runde wieder teilnehmen. USC Gießen II ist souveräner Meister.Punktgliech dahinter folgen Watzenborn-Steinberg und die TSG Lollar. Löhnberg zählt mit 24 Punkten als Vierter zur Spitzengruppe. Am letzten Spieltag gewann man deutlich mit 3:0 über Waldgirmes IV, verlor aber ebenso deutlich gegen den Tabellenfünften BG Marburg II mit 1:3.

Ergebnisse

TuS Löhnberg TV Waldgirmes IV 3:0
TuS Löhnberg BG Marburg II 1:3
GSV Gießen II TV Watzenborn 1:3
GSV Gießen II USC Gießen II 0:3

Tabelle

1. USC Gießen II 14 42:1 14
2. TV Watzenborn 14 32:17 29
3. TSG Lollar 14 33:18 29
4. TuS Löhnberg 14 28:23 24
5. BG Marburg II 14 23:27 21
6. GSV Gießen II 14 18:30 13
7. VfL Marburg II 14 14:34 10
8 TV Waldgirmes IV 14 2:42 0

TuS Löhnberg – TV Waldgirmes IV 3:0 (25:9,25:9,25:8)

Die Gastgeber mussten umstellen: Benni Wittkop und Bod Kratzheller kannten ihre Rollen als Spielmacher gut, auch die Mittelangreifer Christoph Hubert kennen ihre Aufgaben. Die Außenangreifer Nikolaj Polikewitsch und Konstantin Hölzer sorgten in Annahme und Angriff für Stabilität und Wucht. Trotzdem war erst Sand im Getriebe, weil man sich bei den Laufwegen zunächst in die Quere kam. Löhnberg wurde erst in derzweiten Rotation deutlicher überlegen, als Wittkop beim Stand von  11:8 elf Mal in Folge aufschlagen durfte. Die Gegner waren oft bei der Annahme überfordert oder hämmerten die Bälle mit viel Schwung ins Aus. Der erste Satz hatte 17 Minuten gedauert, die beiden nächsten Durchgänge waren kürzer. Mit variantenreichen Aufschlägen sorgte Keller in der ersten und in der zweiten Hälfte beim Gegner für Frust. Löhnberge Team spielte immer besser zusammen. Die ersten Pässe landeten bei den Spielmachern und die versorgten die Angreifer mit guten Vorlagen. Waldgirmes hatte meist das Nachsehen und musste von Coach Peter Großmann immer wieder aufgemuntert werden, während Löhnberg auf Spielwechsel und Auszeiten verzichten konnte. Nach 46 Minuten schlossen Spielmacher Wittkop, Keller und Polikewitsch das Spiel mit einem erfolgreichen Kreuz ab, bei dem Polikewitsch um den Mittelangreifer herumlief und hinter ihm in der Mitte ohne gegnerischen Block abschloss.

TuS Löhnberg – Blaugelb Marburg II 1:3(25:20, 16:25, 21:25,20:25)

Die Gastgeber änderten ihr System auf 5:1. Spielmacher Wittkop wurde von Alex Junkind auf der Gegenposition des zweiten Zuspielers unterstützt. Keller, Hubert, Hölzer und Polikewitsch spielten weiter auf ihren Positionen.  Es wirkte sich zunächst positiv aus, dass die Einheimischen jetzt eingespielt waren. Allerdings war das zweite Spiel  wesentlich intensiver mit langen Ballwechseln, schnellen und hohen Angriffen, guten Blocks, aber auch schnelle Feldabwehr hinter dem Block.Bereits in der ersten Rotation wurden spektakuläre Aktionen geboten. Löhnberg konnte sich nach 15 Minuten zum ersten Satzgewinn absetzen. Doch die Gäste spielten noch schneller und führten bereits bei der ersten Rotation mit 16:10. weil sie in der zweiten und dritten Welle die besseren Lösungen fanden. Der Ausgleich war verdient. Der dritte Satz dauerte am längsten, Löhnberg lief allerdings einem Rückstand hinterher und verbrauchte viel Kraft, ohne dass man ausgleichen konnte. Man holte zwar Punkte mit riskanten Aufschlägen, aber es gab auch Fehler, die Marburg immer wieder davonziehen ließen. Im vierten Satz gingen die Gastgeber sogar noch einmal in Führung, doch bei 19:18 war Schluss. Marburg machte sechs Punkte in Folge, weil die Einheimischen Angreifer die Schläge nicht mehr so druckvoll schlugen, beziehungsweise die gegnerische Abwehrt sich schon rechtszeitig in Stellung gebracht hatte und ihrerseit zum Konter zuschlagen konnte. Die jugendliche Kraft siegte verdient über die einheimische Routine.

In der Kreisklasse Lahn/Dill rangieren die Frauen des TuS Löhnberg hinter dem TV Waldgirmes IV (3:0 bei GSV Gießen V) in der Abschlusstabelle auf Rang Drei. Da es aus der Bezirksliga nur zwei Absteiger in die Kreisliga Marburg gibt und der Meister der Kreisliga aufsteigen wird, kann es wahrscheinlich sogar drei Aufsteiger aus der Kreisklasse ohne vorsorgliche Aufstiegsspiele.Es sieht also trotz des dritten Platzes gut für Löhnberg zum Wiederaufstieg in die Kreisliga.

Ergebnisse und Tabelle

 

GSV Gießen V USC Gießen II 0:3
GSV Gießen V TV Waldgirmes IV 0:3
TSG Lollar III TSV Butzbach III  2:3
TSG Lollar III SV Volpertshausen II  0:3
1. USC Gießen IV 12 36:4 35
2. TV Waldgirmes IV 12 28:15 25
3. TuS Löhnberg 12 28:17 23
4. GSV Gießen V 12 20:21 17
5. SV VolpertshausenII 12  23:19 20
6. TSV Butzbach III 12  7:32 5
7. TSG Lollar 12  2:36 1